iDie Jahre nach dem Großbrand
Schon kurze Zeit nach dem Großbrand bei dem es deutlich sichtbar wurde, dass die vorhandene Drehleiter DL 18 zur Brandbekämpfung von hohen Gebäuden nicht ausreichte, wurde über die Anschaffung einer Drehleiter, Typ DL 30 heftig diskutiert. Auch die weitere Anschaffung von Sprechfunkgeräten, die eine deutliche Verbesserung der Verständigung untereinander förderte wurde angeregt, da sie sich bei einer Großübung bewährt haben. Zwar betrachteten einige Stadtverordneten dies immer noch als „Spielerei“, aber der Vorteil für die Feuerwehr war klar erkennbar. Aus gesundheitlichen Gründen trat nun der Wehrführer, Hauptbrandmeister Victor Stötter zurück und anlässlich der Jahreshauptversammlung am 15. März 1974, wurde der Oberbrandmeister Hans Reusch zum neuen Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Die anwesenden Kameraden beschlossen dann einstimmig, Victor Stötter, auf Grund seiner Verdienste für die Freiwillige Feuerwehr Weilburg zum EHRENBRANDMEISTER zu ernennen. Durch die räumliche Enge im bestehenden Gerätehaus hatte nun der Wehrführer Hans Reusch über ein geräumigeres Gerätehaus nachgedacht, da auch der Fahrzeugbestand der Freiwilligen Feuerwehr Weilburg am 16. April 1974 durch einen Flutlichtwagen erweitert wurde. Damit war die Feuerwehrhalle in der „Heuscheuer“ übervoll. Dieses Kraftfahrzeug hat insgesamt 9 große Scheinwerfer, von denen 6 auf eine Höhe von 9 m gebracht werden konnte. Anlässlich der Jahreshauptversammlung vom 21. Februar 1975 sprach Stadtbrandmeister Lücker Odersbach in seiner Begrüßungsrede u.a. davon, dass die Freiwillige Feuerwehr Weilburg, Stadtteil Weilburg, zu einer „der best ausgerüsteten freiwilligen Feuerwehren“ in der ganzen Umgebung gehören würde. Auch wurde zu diesem Zeitpunkt schon davon gesprochen, dass die HILFELEISTUNGEN, entgegen den BRANDHILFE-EINSÄTZEN, erheblich zugenommen hätten. Diese Feststellungen und auch die „Überkapazität“ in dem „Gerätehaus“ bewogen den Wehrführer dazu, die Planungen für das neue „Gerätehaus“ weiter „anzukurbeln“. So wurde dann der 1. Vorentwurf zum Umbau der „Hainkaserne“ zu einem Feuerwehrhaus, in Abstimmung mit dem Hessischen Innenministerium und Landesamt für Denkmalpflege, genehmigt. Anschaffung einer Drehleiter, Typ DL 30, war weiterhin im „Gespräch“ und das teure Kraftfahrzeug, es kostete über 350.000.—DM, wurde dann der Wehr am 14. Mai 1977 durch Bürgermeister Bodo Abt übergeben. Nun wurde eine weitere wichtige Entscheidung getroffen. Durch den Einsatz der kleinen Meldeempfänger, die den Feuerwehrkameraden zum jeweiligen Einsatz zum Gerätehaus aufforderte, machte es die Sirenenalarmierung entbehrlich und so wurde ab Sommer 1978 nur noch bei Vorliegen eines größeren Brandes ausgelöst. Die vielen freudigen Ereignisse wurden am 31. März 1980 getrübt, als zu diesem Zeitpunkt der beliebte Kreisbrandinspektor Ernst Joeres aus Altersgründen zurücktreten mußte. Die Weilburger Feuerwehr hatte in seiner Person immer einen guten „Fürsprecher“, auf den nun leider nicht mehr zurückgegriffen werden konnte. Aber als ehemaliger Kreisbrandinspektor und als jetzt stellvertretender Vorsitzender des Nassauischen Feuerwehrverbandes, nahm er an dem Freudentag seiner ehemaligen Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Weilburg, Stadtteil Weilburg als am 04. Juli 1980 das neue Feuerwehrhaus/Feuerwehrstützpunkt, im Mittelbau der alten Hainkaserne“ eingeweiht wurde. konnten auch die vorhandenen Feuerlösch- und Hilfe Fahrzeuge entsprechend untergebracht werden und auch die vormals fehlende sanitären Einrichtungen waren in dem Neubau vorhanden. Man konnte also uneingeschränkt dem Wehrführer ein Lob aussprechen, denn wie früher der Wehrführer Victor Stötter, hat sich heute der Weilburger Wehrführer Hans Reusch sehr die Freiwillige Feuerwehr eingesetzt.
(Fred Kahle)
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